Der Schmuck
Von Edelstahl bis zu echtem Gold, von korsischen Symbolen bis zu Glücksbringern: eine ausgewählte Kollektion, beim richtigen Namen genannt.
Materialien, beim richtigen Namen genannt
Bei uns wird das genaue Material genannt — es steht auf dem Etikett, und wir ziehen Genauigkeit dem Schönreden vor.
Edelstahl
Das häufigste Material im heutigen Modeschmuck. Die Farbe — golden oder bunt — entsteht durch eine Oberflächenbehandlung, meist eine PVD-Beschichtung (physical vapour deposition). Keinerlei Pflege nötig: Er scheut weder Wasser noch den Alltag. Mit den Jahren wird er jedoch matt — und das endgültig. Ein unkompliziertes Schmuckstück zum sanften Preis, das man trägt, ohne daran zu denken.
925er Silber
Ein Edelmetall: Ein Silberschmuckstück kann ein Leben lang halten, repariert und umgearbeitet werden. Es nimmt eine natürliche, leicht dunkle Patina an — manche mögen sie, andere frischen den Glanz mit wenigen Zügen eines Poliertuchs wieder auf. Manche unserer Stücke sind rhodiniert: Eine feine Rhodiumschicht verlangsamt das Anlaufen und verringert die Pflege. Die Punze mit dem Minervakopf verbürgt den Feingehalt.
Vergoldet
Meist Messing mit einer Goldauflage — und „vergoldet“ ist eine geregelte Bezeichnung: mindestens 3 Mikrometer Gold. Die meisten unserer Stücke sind mit 18-karätigem Gold plattiert: Sie haben jene Farbe und jenen Glanz, die nur echtes Gold schenkt. Die Stärke steht präzise auf unseren Etiketten, bestätigt durch die Punzen — und im Geschäft sagen wir es Ihnen immer dazu.
Gold
Das Echte: 375 und 750 Tausendstel — früher 9 und 18 Karat. Gold ist ein rares, kostbares Metall wie kein anderes: Diese Stücke halten ein Leben lang, lassen sich reparieren und werden als echtes Erbstück weitergegeben. Gepunzt sind sie Schmuck und Wert zugleich.
Und außerdem: Natursteine, Zuchtperlen, Keramik, Zirkonia… Auch andere Materialien finden Sie im Geschäft — und was immer es ist, wir nennen es stets beim exakten Namen, auf dem Etikett wie im Gespräch.
Kein Zertifikat nötig: die Punze zählt
Viele fragen nach „einem Zertifikat“. Die gute Nachricht: Die Garantie steht bereits im Metall, unter staatlicher Aufsicht eingeschlagen — es ist die Punze. Sie ist mehr wert als ein Blatt Papier: Sie lässt sich nicht nachmachen.
Es gibt zwei Arten, und beide liest man mit der Lupe:
- der Adlerkopf bürgt für Gold mit 750 Tausendstel, also 18 Karat ;
- der Minervakopf bürgt für Silber ;
- die Raute ist die Signatur der Werkstatt, die das Stück gefertigt hat.
Und wenn Ihr Schmuckstück keine staatliche Punze trägt? Das ist kein schlechtes Zeichen. Das Gesetz nimmt die leichtesten Stücke aus: unter 3 g bei Gold, unter 30 g bei Silber. Der Feingehalt wird dann direkt eingeschlagen — etwa die „925“ auf den feinen Ketten. Das ist normal und völlig regelkonform: Der gesetzliche Feingehalt selbst bleibt in jedem Fall verbindlich.
Dieser kleine Stempel ist keine moderne Erfindung: In Frankreich wird Gold seit dem 14. Jahrhundert unter staatlicher Kontrolle gepunzt, und die Zeichen, die wir heute kennen — Adlerkopf, Minervakopf — stammen von 1838. Fast sieben Jahrhunderte Garantie, ins Metall geprägt.
Und wenn Ihr Schmuckstück einen unbekannten Stempel trägt? Unsere Korallen werden oft in Italien verarbeitet: Ein italienisches Schmuckstück trägt weder Adlerkopf noch Minerva, sondern seinen Feingehalt in Ziffern und das Zeichen seiner Werkstatt. Das ist normal — es ist einfach eine andere staatliche Garantie.
Goldauflage — eine Goldschicht von mindestens 3 Mikrometern auf einem anderen Metall. Diese Schwelle ist gesetzlich festgelegt: darunter darf man nicht von Goldauflage sprechen.
Vergoldet — eine Schicht dünner als 3 Mikrometer. Das Wort unterscheidet sich, weil sich auch das Objekt unterscheidet: Vergoldung nutzt sich schneller ab.
In beiden Fällen liegt das Gold an der Oberfläche: Wir sagen niemals „echtes Gold“ zu vergoldeten Stücken. Damit es lange schön bleibt, legen Sie es vor Meer, Pool und Dusche ab — dort leidet die Auflage.
Die Motive und was sie erzählen
Der Maurenkopf
Wahrzeichen Korsikas. Entstanden in der aragonesischen Heraldik des 13. Jahrhunderts, wo es den besiegten Gegner darstellte — den Feind jener Zeit, nicht ein Volk. Am 24. November 1762 machte Pasquale Paoli es in Corte zum Wahrzeichen der korsischen Nation. Die Überlieferung erzählt, das Stirnband habe zunächst die Augen bedeckt und sei auf die Stirn geschoben worden, um „dem korsischen Volk das Augenlicht zurückzugeben“; Historiker streiten darüber, doch der Sinn ist geblieben: aus einem Zeichen der Unterwerfung wurde ein Zeichen erhobenen Hauptes.
Die rote Koralle
Der mediterrane Glücksbringer schlechthin, seit der Antike gegen den bösen Blick getragen. Jeder Zweig ist einzigartig: in der Tiefe von den wenigen geerntet, die es dürfen, verarbeitet und dann auf Silber oder Gold gefasst — als Perlen, Cabochons oder rohe Zweige. Seine Legende, seine geregelte Ernte und seine Geheimnisse finden Sie auf seiner Seite.
Das Auge der heiligen Lucia
Die Spirale, die wacht und schützt — und vor allem, so heißt es, Glück bringt. Weder ein Stein noch eine ganze Muschel: Es ist das Operculum einer Mittelmeer-Meeresschnecke, vom Meer poliert, als Anhänger oder Ring gefasst und als Glücksbringer verschenkt. Seine ganze Geschichte steht auf seiner Seite.
Kreuze & Madonnen
Korsika ist dem Glauben und der Jungfrau Maria tief verbunden: daher die Allgegenwart von Kreuzen und Madonnen, zugleich Gegenstände des Glaubens und Zeichen der Identität.
In Korsika ist der Glaube keine Zierde: 1735 stellten die Korsen bei der Ausrufung ihrer Unabhängigkeit die Insel unter den Schutz der Jungfrau Maria — daher die Hymne Dio vi salvi Regina. In Calvi erzählt man, ein gemeinsames Gebet in der Kapelle Notre-Dame de la Serra sei eine dauerhafte Liebe wert.
Pflege, Material für Material
Silber — es kann anlaufen, aber das lässt sich immer beheben: Ein weiches Tuch oder ein Poliertuch gibt ihm den Glanz zurück.
Gold — es läuft nicht an, ein einfaches Tuch genügt; es wird über Generationen weitergegeben.
Edelstahl — keinerlei Pflege nötig, doch mit der Zeit wird er etwas stumpf, und zwar unumkehrbar. Das ist die Kehrseite seiner Unkompliziertheit, und wir sagen es.
Die gute Gewohnheit — Schmuck vor dem Baden, Duschen, Sport oder Schlafen ablegen. Es ist keine Pflicht, aber es erhält den Glanz länger.
Häufige Fragen
Wir lesen das Etikett: Gold 750/375, Goldauflage oder vergoldet — wir benennen es genau.
Es kann anlaufen; ein weiches Tuch oder ein Poliertuch gibt ihm den Glanz zurück.
Dieser Begriff hat keine rechtliche Grundlage: Wir sagen „Naturstein“ und nennen den genauen Namen (Amazonit, Onyx…).
Wir suchen zunächst ein passendes Modell; andernfalls sind Bestellung und Versand möglich.
Mit Edelstahl: ja, bedenkenlos. Silber und Vergoldetes legt man besser ab: Chlor und Salz beschleunigen Anlaufen und Abrieb. Die gute Gewohnheit: Schmuck kommt zuletzt an und zuerst ab.
„Vergoldet“ ist eine geregelte Bezeichnung: mindestens 3 Mikrometer Gold, und die meisten unserer Stücke sind mit 18-karätigem Gold plattiert. Mit etwas Sorgfalt getragen — fern von Parfüm, Pool und Reibung — hält der Glanz jahrelang. Die Stärke steht auf dem Etikett.
Edelstahl gilt als gut verträglich, und Gold wie Silber passen zu fast jeder Haut. Sagen Sie es uns im Geschäft: Wir zeigen Ihnen die passenden Fassungen.
Probieren Sie ihn in Calvi an
Ein Schmuckstück beurteilt man erst, wenn man es trägt. Kommen Sie im Laden vorbei, wir lassen Sie anprobieren.
1 rue Clemenceau, 20260 Calvi
04 95 56 60 24 · @ebellecose_calvi
